Wie Visualisierungstraining bei der Rechtschreibung hilft

Rechtschreibung ist für viele Schülerinnen und Schüler ein echtes Brett. Egal ob es um richtiges Schreiben  im Deutschen oder in der Fremdsprache geht – eine Ursache für unsichere Rechtschreibung ist häufig, dass die Wörter nicht visuell als Bild sondern als Klang – also auditiv – abgespeichert werden. 

Unsicheren Rechtschreibern fehlt ein Wortbild. Sie haben keine Ahnung, wie das Wort korrekt aussehen muss

Wer nicht weiß wie ein Wort AUSSIEHT, hat keine Möglichkeit wirklich 100%ig sicher zu sein, dass das Wort korrekt geschrieben ist.

“Na, dann schreibe ich das Wort eben so wie man’s spricht”… könnte sich der eine oder andere denken.

Doof nur, dass nicht nur in Französisch oder Englisch ganz viel völlig anders ausgesprochen  als es geschrieben wird.

Nimm nur das Wort “Hund”. Es klingt eigentlich nach einem “t” am Ende. 

Es braucht – bleiben wir im Deutschen – eine Mischung aus Rechtschreibregeln und einer visuellen Rechtschreibstrategie. 

Wie du deinen Schülern hilfst, den visuellen Lernkanal zu trainieren

Das Gehirn liebt Bilder. Fakten, die mit einem Bild verknüpft sind, werden besonders gut erinnert. 

Und jeder kann Informationen als Bild abrufen. 

(Welche Farbe hat deine Zahnbürste? Zack – da ist sicher ein Bild erschienen. Du erkennst das daran, dass du sehr wahrscheinlich mit den Augen (unbewusst) nach oben geschaut hast. )

Du kannst Bilder ganz ohne Fotoapparat “abfotografieren”.

Schaue dir ein Bild oder eine Situation an und präge dir das Bild ein. Beschreibe nun Details aus dem Bild. Siehst du? Funktioniert. 

Wenn du übrigens das Bild auf Überkopfhöhe hältst, während du es dir einprägst, funktioniert das Ganze noch besser. 

Du kannst aber auch Bilder im Kopf entstehen lassen und dich auch noch an diese erinnern. Magic, aber das geht. 

Kinostrategie – ein Foto von dem korrekten Wort machen

  1. Sieh dir das Wort genau an und überlege dir, was du anders geschrieben hättest. 
  2. Im Klassenverband kannst du diese Frage dann gemeinsam beantworten lassen. 
  3. Die “seltsamen” Buchstaben werden in einer bestimmten Farbe markiert, unterringelt, eingekreist. 
  4. Präge dir das Wortbild mit den Kringeln, farbigen Markierungen etc. ein. 
  5. Lasse das Wort auf deinem inneren Bildschirm entstehen. 
  6. Buchstabiere es vorwärts und rückwärts. 

 

Wenn du das Wort flüssig rückwärts buchstabieren kannst, indem du es von deinem inneren Bildschirm einfach abliest, ist klar, dass es nicht mehr auditiv sondern visuell gespeichert ist. Wunderbar!

Doch auch schon durch das Markieren der schwierigen Stelle prägst du dir das Bild von dem Wort besser ein. 

Im Rechtschreibtraining und Lerncoaching habe ich sehr gute Erfahrungen mit dieser Methode gemacht – selbst bei Schülern mit LRS. Die Kinostrategie bewirkt keine Wunder, aber doch eine Stärkung des Selbstbewusstseins – und Wörter, die du dir so eingeprägt hast, sind für immer als interner Spickzettel im Gehirn gespeichert. 

Heute ist also ein guter Tag um zu beginnen. Beginne noch heute mit deinem inneren Spickzettel

Anfangs ist die Methode – wie jede Mnemotechnik übrigens auch – etwas aufwändig. Aber nach kurzer Zeit macht das Gehirn die einzelnen Schritte völlig selbstständig und unbewusst. 

 

Noch Fragen? Dann melde dich hier in den Kommentaren zu Wort. Probiere die Technik mal aus – auch wenn du schon ein SuperRechtschreiber bist, kann dir die Methode zum Beispiel beim Lernen von Formeln und ähnlichem sehr helfen. 

Einfach testen!

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Nicole.


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Mutmacherin, lernfex und Coach - ganz ohne Blabla und Räucherstäbchen.


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