Positives Mindset kannst du üben! Anleitung zum Selbstcoaching

Weshalb wir gerne in negativen Emotionen baden

Wir sind kritisch und geübt darin, erstmal das Haar in der Suppe zu suchen. Schule verstärkt dieses negative Mindeste noch. Als Lehrer bist du damit beschäftigt Fehler zu suchen und sie anzustreichen. Als Elternteil versuchts du dem Lehrer nachzuweisen, dass er sich beim Zusammenzählen der Punkte verrechnet hat. Und Schüler finden Schule in der Regel nicht allzu prickelnd und können eine Liedchen singen von zu viel Hausaufgaben, langweiligem Unterricht und ungerechten Noten.

Na, das ist vielleicht etwas übertrieben – aber ich denke wir kennen uns mit negativen Emotionen ziemlich gut aus wenn es um das Thema Schule geht. Es gibt einfach so viel, was nervt, ausbremst und uns runterziehen kann, dass es oft schwierig ist aus dem Klageloch wieder herauszufinden.

Wir zerfleischen uns in Selbstkritik und kultivieren unser negatives Mindset, als ob wir einen Preis dafür gewinnen würden.

Wie würde Schule aussehen, wenn wir das Glas halb voll machten?

Ich frage mich immer wieder, wie sich Schule und Unterricht verändern würden, wenn wir mit der gleichen Energie auf das Positive blicken würden? Und – statt uns selbst zu zerfleischen (oder andere), liebevoll auf das, was gelingt, blicken.

Allerdings haben wir das nicht geübt und wir bekommen es auch nicht beigebracht. Oft halten wir sogar mit Erfolgen hinter dem Berg und trauen uns gar nicht davon zu erzählen, aus Angst, jemand könnte uns für eingebildet halten.

„Ich hatte heute eine tolle Unterrichtsstunde…!“ (Aha – will sie jetzt hören, was sie für eine tolle Lehrerin ist?)

„Ich habe heute super in Mathe mitgemacht, ich habe alles kapiert!“ (Na, sei mal nicht zu sicher! Warten wir mal ab, wie die Schulaufgabe läuft…)

„Ich habe für die Schulaufgabe viel mit meiner Tochter geübt — das hat recht gut geklappt!“ (Das ist aber gar nicht ihr Job – sie soll schließlich selbstständig werden!)

… ach, ich könnte noch viele Minidialoge erfinden – es gibt immer eine Möglichkeit aufkeimende positive Emotionspflänzchen mit einem Satz „herauszurupfen“. Wir sind außerdem echte Champions darin, negativen Emotionen zu kultivieren, indem wir sie mit Killerphrasen (Kann ich nicht! Ich bin zu blöd! Das System verhindert… etc.) auch noch verstärken.

Es ist höchste Zeit, dass wir endlich damit beginnen, positiven Emotionen den gleichen Stellenwert einzuräumen wie unseren negativen.  Es geht nicht um Arroganz und wichtig machen – es geht um Mindset Balance.

Positive Selbstreflexion in 5 Minuten

Starten wir doch mal mit dir selbst! Nimm dir 5-10 Minuten, um die Fragen aus der Infografik für dich zu beantworten. Versuche dabei das Wort „NICHT“ und negative Formulierungen zu vermeiden. Genieße es, eine Situation, die gut gelaufen ist, nochmal zu erleben und die damit verbundenen positiven Emotionen nochmal zu erleben.

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Wann positive Emotionen eher kontraproduktiv sind

Grundsätzliche ist eine optimistische Grundhaltung ein wichtiger Baustein für ein glückliches Leben. Allerdings gibt es natürlich Kontexte – ich denke hier an Prüfungen- wo zu großer Optimismus auch dazu führen kann, dass die realistische Selbsteinschätzung leidet. Emotional intelligent sind wir, wenn wir es schaffen Emotionen auch kontextbezogen sinnvoll zu aktivieren.

In diesem Sinne: stay positive!

 

Nicole.

 


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Mutmacherin, lernfex und Coach - ganz ohne Blabla und Räucherstäbchen.


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