Wie du in drei Schritten zum flexiblen und agilen Lernplan kommst

Prüfungsvorbereitung

Langfristig auf Schulaufgaben vorbereiten ist erlernbar!
So kannst du deinem Kind dabei helfen.

Viele Schülerinnen sind damit überfordert sich tagtäglich auf den Unterricht am nächsten Tag vorzubereiten und gleichzeitig das langfristige Lernen und Wiederholen für die anstehenden Schulaufgaben und Klausuren im Blick zu behalten.

Du kennst das sicher von dir selbst: Wenn eine Aufgabe riesengroß erscheint, ist der Schritt zum Aufgeben oder Aufschieben nicht weit.

Viel leichter wird das Ganze, wenn du deinem Kind hilfst, den Aufgabenberg in kleine Häppchen zu unterteilen. Dann kann es die Aufgaben Schritt für Schritt angehen.

Viele Kinder und Jugendliche sind mit langfristiger Lernplanung heillos überfordert

Gerade am Anfang in der 5. und 6. Klasse, brauchen sie Unterstützung. Denn um viele Aufgaben zu strukturieren brauchst du einen zeitlichen und inhaltlichen Überblick. Nur so lassen sich kurz- und langfristige Lernziele im Blick behalten. 

Du kannst dein Kind ganz einfach dabei unterstützen – und dabei ist es egal, wie sehr du mit dem Thema vertraut bist.

Denn hier sind eher Zeit- und Projektmanagementmethoden gefragt.
Und die hast du drauf. Schließlich stehst du ja mit beiden Beinen im Leben!  

Mein Rat an dich: Erstelle den Lernplan MIT deinem Kind und erkläre vor allem beim ersten Mal, was du da gerade machst und wozu. Lass dein Kind mitplanen. Es ist schließlich nicht nur deine Zeit! 

Schritt 1: Zeit sichtbar machen

Visualisieren ist das A und O und der erste Schritt jeder längerfristigen Planung. Ohne das geht es nicht.

Ich selbst bin ein Last-Minute-Arbeiter, so dass ich immer dann, wenn ich merke: Jetzt brennt’s und Termine verdichten sich, mit einer agilen Zeitplanung beginne. 

So wie hier könnte so eine Lernplanung aussehen…

Agile Lernplanung 5. Klasse

Du kannst eine Monatsübersicht verwenden oder für dein Kind auf einem DinA4 Blatt selbst den Prüfungszeitraum notieren. Ob untereinander oder als Zeitstrahl ist Geschmacksache.

Mach das, mit dem sich dein Kind wohlfühlt.

Verschaffe dir als allererstes einen Überblick über schulische Termine wie angesagte Leistungsnachweise, Exkursionen und Ferien und lasse sie dein Kind in die Übersicht eintragen. 

Denke aber auch an fixe und nicht verschiebbare private Termine wie Familienbesuche, Ausflüge, Urlaub etc., die nicht als Lernzeit zur Verfügung stehen werden. 

Wichtig ist hier eine realistische Einschätzung der Zeit. Auch freie und vor allem unverplante Zeit muss noch für dein Kind übrig bleiben! 

Schritt 2: Themenbereiche eingrenzen und Materialien sichten

Hilf deinem Kind für jedes Lernfach, für das eine Prüfung ansteht, die Themenbereiche einzugrenzen. 

  • Was sind die Themenschwerpunkte, die bisher behandelt worden sind?
  • Wo im Buch / Heft / Ordner finden sich hierzu Informationen?
  • Welche Bereiche sind schwierig und müssen etwas aufwändiger wiederholt werden? Lasse die Themen markieren, für die dein Kind glaubt mehr Zeit einplanen zu müssen.
  • Wo findet sich Übungsmaterial? Oft gibt es Testaufgaben im Schulbuch Incl. Lösungen, oder dein Kind übt nochmals Hausaufgaben. Es gibt auch Übungshefte oder Lernplattformen, die gut aufbereitete Übungsmaterialien anbieten. Gerade bei der Übungssuche im Internet braucht dein Kind Unterstützung!
  • Lass dein Kind mitentscheiden, welche Aufgaben passend erscheinen und wie viel Zeit für welches Fach verwendet werden soll. 
  • Achte darauf, dass dein Kind im Blick behält, dass es ja noch tägliche Aufgaben – Vorbereitung, Hausaufgaben – gibt, die ebenfalls erledigt werden müssen.

Schritt 3: Einen flexiblen und agilen Lernplan erstellen

Wahrscheinlich geht es dir auch so – wenn du merkst, dass du vorwärts kommst und du deine Aufgaben schrittweise abarbeitest, ist das motivierend. Deinem Kind geht es genauso! 

Einen agilen Lernplan erstellen- ich habe mir diese Methode aus dem agilen Projektmanagement abgeschaut. 

Das ist motivierend, weil dein Kind sieht, was schon alles geschafft ist. 

Und für dich ist es beruhigend, weil du siehst, dass dein Kind sich aktiv mit den Lernthemen beschäftigt. 

Lernplanung

Wie sehr du nun noch aktiv werden musst, hängt von der jeweiligen Situation und vor allem dem Alter deines Kindes ab. 

Dein Ziel sollte es aber sein, dass dein Kind mit der Zeit selbstverantwortlich lernt und eigenständig plant. 

Selbstreflexion und Feinjustierung

Dein Job ist getan. Lernen muss dein Kind eh selbst. Was du aber tun kannst, ist immer mal auf den Plan schauen und mit deinem Kind reflektieren, wie es vorankommt. 

Gute Reflexionsfragen sind: 

Wo stehst du gerade? Was war dein Ziel?

Wie kommst du voran?

Was ist der nächste Schritt?

Und wenn schon einige Zettel in der rechten Erledigt!-Spalte kleben, kannst du dir ja mal das eine oder andere Thema erklären lassen.

Wenn du die Erklärung nachvollziehen kannst, hat es dein Kind kapiert. 

 

Vorteil dieser Methode: Dein Kind lernt Selbstverantwortung

Lernen ist nichts, was du für dein Kind tun kannst. (Deshalb ist übrigens das gemeinsame Vokabelpauken Unsinn und eine Fehlinvestition deiner Zeit).

Gib deinem Kind stattdessen Tools und Strategien an die Hand, sich selbst zu organisieren und so zu lernen, dass das Wichtigste hängen bleibt.

Viel Spaß beim Ausprobieren! Und ran an die Klebezettel!

Nicole.


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Mutmacherin, lernfex und Coach - ganz ohne Blabla und Räucherstäbchen.


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